Diabetes

  • Diabetes mellitus wird auch Zuckerkrankheit genannt und ist eine chronische (dauerhafte) Stoffwechselkrankheit.

    Diabetes


    mellitus





    Begriff:



    Diabetes mellitus wird auch Zuckerkrankheit genannt und ist eine chronische (dauerhafte) Stoffwechselkrankheit.
    Es wird dabei zwischen zwei Hauptformen unterschieden.


    Formen:



    Typ 1 Diabetes
    Typ 2 Diabetes
    Es gibt noch weiter Formen, die sind aber sehr selten


    Typ1 Diabetes:


    • Ist eine Autoimmun-Krankheit und beginnt meist schon im Kindes-/ Jugendalter.
    • Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört diese, wodurch zu wenig oder gar kein Insulin im Körper produziert wird.
    • darauf hin erhöht sich der Blutzuckerspiegel und die Patienten müssen ein Leben lang Insulin spritzen.
    • ein Erkennungsmerkmal ist starker Harndrang und ständiger Durst


    Typ2 Diabethes:



    • ist die häufigste Form der Diabetes, tritt meist erst im Erwachsenenalter (ab ca. 30- 40 oder älter auf)
    • ist genetisch bedingt und kann durch ungesunde Lebensweise begünstigt werden
    • Risikofaktoren: ungesunde Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung
    • durch die ungesunde Lebensweise kommt es zu einer Insulinresistenz ( Die Körperzellen sprechen immer weniger auf Insulin an und werden schließlich unemfindlich. Dadurch kann das Insulin den Zucker nicht mehr in die Körperzellen schleusen und der
      Blutzuckerspiegel steigt an
    • der erhöhte Blutzucker schädigt auf Dauer die Blutgefäße und Nerven, wodurch es zu Folgeerkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschwäche) kommen kann.
    • Um die Insulinresistenz zu überwinden, produziert die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin. Im Laufe der Jahre lässt die Insulinproduktion jedoch nach und der Blutzuckerspiegel steigt.
    • durch eine Umstellung des Lebensstils kann die Typ 2 Diabetes behandelt werden, dazu gehören Gewichtsabnahme, gesunde Lebensweise und viel Bewegung.
    • Außerdem kann mit Tabletten die Insulinwirkung verbessert werden, im Alter kann aber das Spritzen von Insulin nötig werden


    Erkennen:



    • allgemeine Schwäche
    • häufige Infektionen
    • schlecht heilende Wunden
    • trockene oder juckende Haut
    • Durst
    • häufiges Wasserlassen


    Blutzuckerwerte



    [table='Diagnose, Glucosewert im Blutzucker mg/dl, Glucosewert im Blutzucker mmol/l']
    [*]Normalwert [*] 80-100 [*] 3,3-5,5
    [*] Insulinresistenz[*] 100-125 [*] 5,6-6,9
    [*] Diabetes mellitus [*] über 125 [*] über 6,9



    Behandlung


    :




    Typ1 Diabetes:



    • lebenslanges Insulin spritzen
    • es wird auch manchmal eine Insulinpumpe verwendet. Dafür wird ein dünner Schlauch (Katheter) ins die Unterhaut des Oberbauches gelegt, der mit einem handygroßen Gerät verbunden ist, die Pumpe gibt das für den Grundbedarf benötigte Insulin ins Unterhautfettgewebe ab. Dabei kann der Benutzer die Insulindosis in Intervallen von einer oder sogar einer halben Stunde an den individuellen Bedarf anpassen, das ist genauer als mit Spritzen
    • Organspende ( Bauchspeicheldrüse - entweder Transplantation isolierter Inselzellen oder der ganzen Bauchspeicheldrüse - ist aber häufig mit Komplikationen verbunden)


    Typ2 Diabetes:



    • gesunde Lebensweise
    • viel Bewegung
    • Gewichtsabnahme bei Übergewicht
    • Ballaststoffreiche Ernährung
    • Tabletten
    • Insulinspritzen


    Notfall - Unterzuckerung:



    • von einer Unterzuckerung spricht man bei einem Blutzuckerwert von unter 50 mg/dl oder unter 2,7 mmol/l
    • Ursache ist meist eine falsche Dosierung der Diabetesmedikamente oder des Insulins, zu viel körperliche Aktivität oder Auslassen von Mahlzeiten oder Alkoholgenuss, da dieser die Zuckerneubildung in der Leber hemmt


    Warnzeichen für Unterzuckerung:


    • Schwitzen
    • Herzjagen
    • Blässe um Mund und Nase
    • weite Pupillen
    • Zittern
    • Konzentrationsschwäche
    • [lexicon]Kopfschmerzen[/lexicon]
    • Heißhunger
    • Sprach- und Sehstörungen
    • Verhaltensänderungen
    • Koordinationsstörungen
    • Bewusstlosigkeit
    • Krampfanfälle


    Hilfe bei Unterzuckerung:



    • Traubenzucker (dazu reichlich trinken)
    • Limo, Cola oder andere zuckerhaltige Getränke
    • Gummibärchen, Honig
    • ( Schokolade und Sahneeis sind weniger geeignet, da die Fette die Magenentleerung und damit die Zuckeraufnahme verzögern)
    • Bei Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen Notarzt rufen

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