Polyamorie

    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Anonymous.

    • Wie steht ihr zum Thema Polyamorie? Würdet ihr euch auf eine polyamore Beziehung einlassen? Glaubt ihr, dass man mehrere Menschen gleichzeitig lieben kann (wobei Liebe hier eben nicht nur die erotische Liebe meint)?

      [Also Polyamorie geht davon aus, dass man mit mehreren Menschen gleichzeitig romantische Liebesbeziehungen führen kann (wobei Sex nicht zwingend dazugehört) unter der Voraussetzung, dass alle Beteiligten davon wissen und einvernehmlich zugestimmt haben.]
    • Hallo Beitragsersteller


      Gut, dass du das Wort noch zusätzlich erläutert hast! Das hätte ich nämlich erstmal googeln müssen.


      Ich würde mich nicht darauf einlassen. Also, wenn, dann führe ich EINE Liebesbeziehung. Aber auf keinen Fall mehrere.


      Aber ich denke, dass es zum einen sicherlich allgemein sowas gibt. Ich kann zwar nicht für mich sprechen, jedoch kann ich mir vorstellen dass man mehr als einen Menschen zur selben Zeit lieben kann. Wobei ich allerdings das Wort "Liebe" anders definieren würde. Aber das liegt an mir selbst, da ich mich von "Liebe" total distanziert habe.

      Ich sage es mal anders. Ich denke, dass man auf jeden Fall zur selben Zeit für mehr als eine Person tiefere Gefühle empfinden kann.

      Ich kann mir allerdings vorstellen, dass nach einer gewissen Zeit eine von den betreffenen Personen das irgendwann vielleicht nicht mehr so mitmachen kann. Also sagen wir, bei insgesamt 3 Personen, das eben diese eine zusätzliche Person nicht mehr akzeptiert wird und es dann dazu irgendwann kommen kann, das eine Person sich zwischen den anderen zwei entscheiden muss.

      Es ist schwer das in eine Ecke zu schieben. Ich denke, die Menschen sind so vielseitig und so verschieden. Die einen machen das vielleicht ihr Leben lang so, andere rücken irgendwann in eine andere Richtung. In eine Richtung, in dem eine Beziehung aus zwei Personen besteht, und nicht mehr.


      Wie siehst du das denn? Und wie kommst du auf das interessante Thema?


      :)
    • Hallo lieber erster Kommentator ;)

      Wahrscheinlich ist diese Definition sogar unvollständig, da Polyamorie ein sehr weites Feld an zwischenmenschlichen Beziehungen umfasst und die Übergänge fließend sind.

      Magst du genauer erklären, warum eine polyamore (Liebes)Beziehung für dich nicht infrage kommt? Ich versuche gerade mit vielen verschiedenen Menschen darüber in einen Austausch zu kommen und ihre Ansicht zu verstehen. Manche finden es schlichtweg "ekelig" mehrere Sexualpartner zu haben; andere sagen, sie seien zu eifersüchtig dafür oder dass ihr Partner nur ihnen gehören soll. Ich habe auch schon gesagt bekommen, dass ich mich einfach nicht festlegen wollen würde oder es einfach keine Liebe sei, wenn man es in Ordnung findet, wenn der Partner sich mit wem anders trifft oder ich noch einen anderen Partner habe (a lá wenn du jemanden wirklich liebst, könntest du keine Gefühle für jemand anderen haben).


      Hier ist ganz klar nicht nur Liebe im klassischen, erotischen Sinne gemeint, wenn ich sage, dass ich tiefere Gefühle für mehrere Personen empfinde. Beispielsweise treffe ich mich mit einem Mann, mit dem ich keine klar definierte Beziehung habe (wir sind mehr als Freunde, aber dennoch kein Liebes-Paar; wir sind nicht exklusiv; es gibt keinerlei Verbindlichkeit; er hat noch eine Freundin neben mir, die von mir weiß und ich eben auch von ihr). Ich habe eine Freundin, mit der ich jeden Tag schreibe und wir haben uns beide schon öfter gefragt, wie es wohl wäre, wenn wir ein Paar wären - bloß haben wir eben keine erotischen Gefühle füreinander (wir haben also eine Beziehung, die über eine klassische Freundschaft hinausgeht, da wir zB miteinander kuscheln und auch gemeinsam auf Fetisch-Parties gehen (das würde ich in einer "normalen", rein platonischen Freundschaft nicht machen)). Zu beiden Personen habe ich also eine Beziehung, bloß sind diese Beziehungen grundverschieden.

      Anonymous schrieb:

      Ich kann mir allerdings vorstellen, dass nach einer gewissen Zeit eine von den betreffenen Personen das irgendwann vielleicht nicht mehr so mitmachen kann. Also sagen wir, bei insgesamt 3 Personen, das eben diese eine zusätzliche Person nicht mehr akzeptiert wird und es dann dazu irgendwann kommen kann, das eine Person sich zwischen den anderen zwei entscheiden muss.
      Natürlich kann das immer passieren, dass eine Beziehung endet, weil es sich für eine/n nicht mehr gut anfühlt.
      Bleiben wir bei deinem Beispiel mit den drei Personen. Hier gibt es die Option, dass diese drei Personen alle untereinander eine Beziehung führen - also jede/r mit jedem (das nennt man dann Triade). Oder aber, dass eine der drei Personen mit den anderen beiden zusammen ist, diese aber unabhängig voneinander sind. Auch hier scheiden sich die Geister: Es gibt den Ansatz, alle Beziehungen gleichberechtigt zu behandeln (also verbringt man mit beiden Partnern gleich viel Zeit) oder den, dass man eine Primär-Beziehung hat (und diese somit über der anderen Beziehung steht, als "wichtiger" gewertet wird) und diese mehr (emotionale) Aufmerksamkeit bekommt.
      Um zu vermeiden, dass man sich "entscheiden" muss, ist es immer wichtig, dass alle Beteiligten offen über sich, ihre Gefühle und die Beziehung reden - das schafft oft eine Tiefe, die in "normalen/ klassischen" Beziehungen nicht herrscht.

      Anonymous schrieb:

      Es ist schwer das in eine Ecke zu schieben. Ich denke, die Menschen sind so vielseitig und so verschieden. Die einen machen das vielleicht ihr Leben lang so, andere rücken irgendwann in eine andere Richtung. In eine Richtung, in dem eine Beziehung aus zwei Personen besteht, und nicht mehr
      Ich bin auch der Ansicht, dass Polyamorie für einige ein Lebenskonzept sein kann, für andere eine Phase und für wieder andere überhaupt nicht funktioniert. Es kann sein, dass man eine bestehende Beziehung öffnet oder eben auch wieder schließt.
    • Neu

      Hi

      Genauer erklären, warum ich keine polyamore Beziehung haben möchte/kann.. :gruebelnd:

      Die Antworten, die du hier weitergeleitet hast, mit dem eifersüchtig sein oder dem "er/sie soll nur mir gehören", trifft nicht so wirklich auf mich zu. Die dritte der Antworten bzgl. Sexualpartner... ähm du hattest in dem Startbeitrag geschrieben, dass dies gar nicht unbedingt Bestandteil dieser polyamore Beziehung sein muss oder ist. Ich bin etwas verwirrt. Was stimmt nun?

      Jedenfalls trifft auch dies nicht auf mich zu.
      Genauer zu erklären, warum ich solch eine polyamore Beziehung will, ist gar nicht so einfach.
      Es ist schlichtweg so in mir verankert. So als eine Art Grundstein.

      Ich kann es nicht genauer erklären. Tut mir leid.

      Desto genauer du diese Beziehungsart erklärst, desto mehr schreit es eigentlich nach sowas, womit man eher verstandesgemäß zurecht kommt; Das du schlichtweg von einer Offenen Beziehung sprichst.

      Wenn du das nicht so sehen solltest, dann erkläre mir bitte, worin genau der Unterschied zwischen polyamore Beziehung und offene Beziehung liegt. Denn irgendwie ist es für mich das Selbe.

      Das ist jetzt nur so ein Gedanke gewesen. Weil ich mir denke, dass andere Forenmitglieder mit dem Thema offener Beziehung es eher verstehen was du meinst.



      Gruß 1. Kommentartor