Wie steht ihr dazu ?

    Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von SirTiffiCat.

    • Wie steht ihr dazu ?

      Hallo,

      Im Juni war mein erster Besuch beim Psychiater.
      Nach dem zweiten Gespräch fragte sie mich, ob ich vllt ADHS habe. Sie versteifte sich sehr darauf und machte viele Test's. Wollte meine Zeugnisse haben etc.
      Vor einer Woche meinte sie zu mir, ich bekomme jetzt Strattera.
      Jetzt nehm ich das seit dem und hab mich auch ordentlich informiert.
      Ich sagte ihr aber auch, dass mich meine Konzentration nicht stört und dass ich lieber was gegen Angst und Depri's haben möchte. Sie meinte "Ja Ja.. das hilft auch n bisschen."
      Ich fühlte mich abgefertigt und nicht wohl dabei.
      Irgendwie kam mir der Gedanke, dass Sie auf ADHS/ADS spezialisiert ist. Ich reflektierte unsere Gespräche und mir fiel auf, dass es eben nur um ADHS ging. Weder BPS oder alles andere wurde angesprochen.
      Ich fragte dann auch Onkel Google und siehe da... Nr1 der ADHS Ärzte in meinem Umfeld ist meine Psychiaterin. Aha..

      Es kann gut sein, dass die Diagnose ein wenig stimmt. Aber es ist nichts was mich groß belastet.
      Außerdem vertrage ich das Medi nicht.. Ich esse kaum noch was, Verdauung ist mehr als schlecht und ich bin aggressiv. Ich bin auch noch lange nicht bei meiner Dosierung angekommen!

      Was denkt ihr darüber?... Könnte es sein, dass sie mich einfach behandelt nach den Vorstellung die sie hat??.. Wenn sie mehr Patienten hat, auf die sie n atürlich spezialisiert ist, dann verdient sie ja auch mehr.
      Ich fühle mich damit sehr unwohl....


      Danke fürs lesen :aehaeh:
    • Gibt immer "solche" Ärzte, sind auf xy spezialisiert und setzen praktisch vorraus das Patient, der zu ihnen kommt xy hat.

      Kannst du sie wechseln? Dir einen anderen Psychologen/Therapeuten raus suchen?

      Meiner Erfahrung nach wird sich da auch durch ansprechen an ihre spezialisierung nichts ändern in ihrem Verhalten.. daher ist wechsel zu einem anderen Doc meist der sinnvollere und vor allem emotional stabilere Weg.

      Wenn du das Medi nicht verträgst, wieso nimmst du es dann eigentlich weiter? Ich meine.. wenn es dir nix bringt und du Nebenwirkungen an dir beobachtest, mit denen du nicht leben willst.. wieso setzt du das mittel nicht ab? Suchst bzw. verlangst ein anderes, das zu dir und deiner Symthomatik passt?

      lg unmenschlich
    • Hi, SirTiffiCat,

      ja das ist immer ein Dilemma. Da die Ärztin auf das eine Krankheitsbild spezialisiert ist, ist es klar das sie das Hauptaugenmerk darauf liegt. Schade eigentlich das sie nicht das Gesamtbild nimmt. Bei Psychologen oder Therapeuten könnte ich das verstehen. Aber du sagst ja Psychiater. Und ein Psychiater sollte sich "allem" psychischen Krankheitsbildern stellen.

      Ja, sicher behandelt sie dich so, wie ihre Vorstellung ist. Das ist ähm "normal"? Leider gibt es viel zu wenige, die wirklich mit dem Patienten arbeiten und nicht andauernd versuchen ihr eigenes Ding durch zu kriegen. Finde ich nicht schön. Weshalb ich sehr froh über meinen Doc bin. Der tut nichts, was ich nicht will. Und was mir persönlich ja sehr wichtig ist, das ich keinerlei Medis was die Psychosachen angeht, nehme. Und das akzeptiert er. Das tun meines Wissens kaum noch welche.

      Ob deine Ärztin durch die Spezialisierung und Patienten die diese Spezialisierungskrankheit erfüllen, wirklich mehr Schotter bekommt, kann ich dir nicht beantworten. Da habe ich überhaupt keine Ahnung. Jedoch wäre mir das egal.
      Wichtig ist, das ihr zwei an einem Strang zieht. Wenn das nicht funktioniert, dann sucht man sich jemand anderen.

      Ein Gespräch erachte ich für sinnvoll. Denn wenn man nichts sagt, dann kann der Andere auch nicht gegebenfalls reagieren. Wer weiß, vielleicht bringt dies ja etwas und rückt das Ganze gerade. Auch gerade dein Unwohlsein-Gefühl.

      Aber letzendlich.... wenn du dich da unwohl fühlst; das hat ja dann auch keinen Sinn.

      Wenn das Ganze nichts bringt, dann bin ich auch für einen Wechsel des Psychiaters.

      Und das mit dem Medikament würde ich auf alle Fälle besprechen! Da würde ich auch nicht auf den nächsten Termin warten, sondern ohne Termin da aufkreuzen.


      Alles Gute


      :schlumpfinchen1:




      p.S. Ich hoffe das hier wird nicht schon wieder falsch interpretiert...

      ..................Das Leben ist wie die Erde...................
    • @unmenschlich
      Gute Frage. vielleicht weil ich weiß, dass ich eine Konzentrationsschwäche habe und schauen wollte, ob sich es bessert.
      Es sind minimale Veränderung da.. und die volle Wirkung tritt ja erst nach 2 Monaten auf.


      Meistens denke ich erst nach meinem Handeln nach... schlechte Eigenschaft, ich weiß... Als ich mir dann den Beipackzettel noch mal durchlas, stand da eben " Die Einnahme von Medi's , unteranderem Antidepressiver und andere die bei psy. Störung eingesetzt werden, könnten lebensbedrohliche Folgen haben"...
      Und das wird definitiv meine Frage sein....werden dann überhaupt meine anderen Symptome behandelt, oder möchte sie mich mit dem Medi abspeisen?, was darf ich dann überhaupt nehmen.. und wie sinnvoll/wichtig ist das medi wirklich...wenn es eine NW Liste vom aller feinsten hat..?
      Wenn sie wieder rum gluckst... Dann werde ich mir einen anderen Arzt suchen.

      @Schlumpfinchen
      Hast du mehrere probiert oder hattest du mit deinem _Doc gleich glück?

      Ich habe mich blenden lassen. Endlich passierte was. Ich habe ja auch lange auf die Behandlung warten müssen. Wechseln ist nicht so einfach... Hier in der Umgebung gibs nicht viel Auswahl .. und meistens gibs ne laaange Warteliste!
      Deshalb wurmt mich das wahrscheinlich auch so. AAABER bringt ja alles nichts.. Ihr habt beide recht!

      Ansprechen.. Klarstellen.. und ggf mit jemand neues Suchen...

      Danke dafür!

      @Schlumpfinchen
      PS.: Nein... Brille musste ich mir trotzdem aufsetzen um das zu lesen.. :D
    • Was Medis und Psychopharmaka allgeim angeht, frage ich immer wenn ich ein neues Mittel bekomme bzw. kurzfristig ein Medikament zb AB einnehmen muss, ob es irgendwelche Wechselwirkungen mit meinem Medi gibt. Damit nerve ich jeden Arzt und jede Apothekenangestellte.

      Denke das ist auch sinnvoll sich immer bei Fachmenschen abzusichern, nicht das es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen kann.

      Naja bei Konzentrationsschwächen wären Konzentrationsübungen vielleicht Autogenes Training sinnvoll. Ob man das alleine mit Medis "in den Griff" bekommt, weiß ich echt nicht. Habe da nur meine eigene Erfahrung.

      Auf jeden fall musst du das Stigmatisieren deiner Psychologin auf "nur" ADHS/ADS nicht hinnehmen.

      Wünsch dir viel Kraft und Ausdauer, das du - falls du wechseln magst - einen "brauchbareren" Psychiater, Therapeuten etc in deiner Umgebung findest.

      Ich musste meinen Thera auch anfangs wechseln.. weil ich mit dem ersten nicht klar kam.. stand ewig auf einer Warteliste und überbrückte die Zeit irgendwie.. aber letztlich hatte sich diese Warterei und der Wechsel für mich gelohnt.

      Vielleicht, wäre das auch etwas für dich? Ich habe eine Therapeutin für BPS und eine Psychiaterin, die mir Pillen etc verschreibt. Dadurch das ich diese Trennung der beiden Bereiche habe, habe ich eher Anlaufstellen falls mit dem einen oder dem anderen etwas nicht stimmt. Als das ich nur bei einer ewig warten müsste, bis die sich Zeit für mich nimmt.

      lg unmenschlich
    • @SirTiffiCat

      Also Psychiatermäßig war es der Erste. Und lustigerweise war ich auch hier seine erste Patientin und genieße so manche Vorrechte. :D Wenn ich sie denn brauche. Also, ja ich hatte ausnahmsweise mal "Glück".

      Ja, ich kenne diese Wartezeiten. Ich denke, das ist irgendwie überall ähnlich. Deshalb würde ich ohne Termin erscheinen und die Wartezeit in kauf nehmen. Der evtl. neue psychiater hat dann zwar nur 5 min, Zeit. Aber du hast schonmal einen Ersteindruck usw. Und wenn der dann nichts ist, dann ab zum nächsten. So geht dann um einiges weniger Zeit verloren. Mit Termin dauert das ewig.

      Aber erstmal mit deinem jetzigen Doc reden. Und vor allem das mit den Nebenwirkungen der Medikamente sagen! Warte nicht bis du in zwei Monaten, oder wie lange auch immer, dort bist, sondern geh da gleich hin.


      :schlumpfinchen1:


      P.S. Gut. ....... Hehe, so ähnlich war es gedacht. ^^

      ..................Das Leben ist wie die Erde...................
    • @unmenschlich
      Bei mir ist es ja auch getrennt.. einmal mein Psychiater und dann meine Therapeutin. Sie ist auch gar nicht berechtigt, Medis zu verschreiben.

      Es ist ja theoretisch gesehen für einen Arzt immer leichter Medikamente zu verschreiben, als sich intensiv mit der Person zu beschäftigen.
      So tun dir Medi's eben ihren "job".

      @Schlumpfinchen
      JA das ist natürlich praktisch!
      Montag habe ich einen Termin bei ihr.
      Wenn ich wechseln sollte, dann werde ich es wirklich auf die Art versuchen. Sonst rief ich vorher immer an.. und wurde natürlich abgewiesen.

      Danke euch beiden..
    • SirTiffiCat schrieb:

      Was denkt ihr darüber?... Könnte es sein, dass sie mich einfach behandelt nach den Vorstellung die sie hat??.. Wenn sie mehr Patienten hat, auf die sie n atürlich spezialisiert ist, dann verdient sie ja auch mehr.
      Ich fühle mich damit sehr unwohl....
      Also, ich hab jetzt nicht alle Antworten durchgelesen, aber sag einfach mal, was ich darüber denke.

      Erstmal zum Medikament. Strattera finde ich als Medi Kacke. Es macht nicht nur Müde, sondern hat meiner Meinung nach auch mehr Nebenwirkungen, wie jetzt Medikinet (Ritalin). Das weiß ich einfach aus Erfahrung und ich persönlich würde Strattera nicht mehr nehmen. Ich hab 2 ADHS - Kinder und bin selbst auch Betroffen und laut Aussage meiner Kinder, habe ich auch da die Bestätigung, dass dieses Medi mehr ruhig stellt, Müde macht und wie du schon erwähnst, hatten auch sie Bauchweh davon. Weiß ja nicht, ob das dein Wunsch ist, aber nunja. Gegeben wird Strattera nur, weils angeblich nicht abhängig macht, wie eben Ritalin, wobei ich aber eben bei der Wirkung auch einen Himmelweiten Unterschied habe. Ich würde da sagen, hat man ADHS, dann eher Ritalin, als Strattera, definitiv, WENN man es denn wirklich braucht und es erwünscht ist, das sich das verbessert.

      Zum anderen, also dieses Versteifen auf ADHS. Würd ich mich nicht drauf einlassen und mal nachfragen, was mit meinen Anderen Krankheiten/Diagnosen ist und das es nett ist, dass sie ADHS mit einbezieht, du dich aber nicht nur damit beschäftigen willst, sondern mit den Sachen, die dir am meisten zu schaffen machen. Zb. Borderline etc.. Das musst du aber auch Klipp & Klar äußern, sonst wird das glaub ich nichts.

      Ich würd zumindest versuchen, das mit ihr zu klären, bevor ich einen Arztwechsel durchziehe, vielleicht versteht sie es ja und ihr findet doch eine Linie, wies klappt :)

      :liebegruesse:
    • Danke @Psych .. Bin froh, dass jmd das Medi kennt und damit Erfahrung hat.

      Mit dem ruhigstellen habe ich noch keine Erfahrung.. Zähle ja zu Hypo.. und mich macht es eher aggressiv und ich trau mich mehr. Was ja im Grunde genommen nicht schlecht ist.. Aber durch die Aggressivität ist es natürlich für mein Umfeld negativ.

      Nachher habe ich ja den Termin.. muss mir unbedingt notieren, wie und was ich anspreche.

      Wenn die Medikation nicht nötig ist, will ich auch kein Ritalin nehmen.
      Spoiler anzeigen
      Ich mag generell keine Amphetamine..


      Ich berichte, wie es ausgegangen ist!
    • Keine Chance.

      Wurde mehr abgewimmelt.. und man muss ja einfach mal schauen, wie es in 12 Wochen ist.
      Dann wissen wir ob es wirkt. - Ihre Aussage.
      Dann bekam ich mein Rezept und die 5 min ''Zeit, die sie hatte waren um.

      Eigendiagnosen sind echt immer blöd.
      Aber ich dachte ich informiere mich weiter... Dann stieß ich auf den Test.. mit gleiche Fragerstellung und Antworten..
      Ich habe nicht mal annähernd die nötige Punktzahl erreicht.. Klar bei Jähzorn und Impulsivität war ich weit oben. Aber genau diese Komponenten zählen zu fast allen psy. Krankheiten.
      Aber alles andere traf bei MEINEM ankreuzen nicht zu. :kopfschuettel:
      Wer weiß was sie da angekreuzt hat??.... Wenn ich sage.. na manchmal... ist es bei ihr dann ständig gewesen?

      Alle sagen mir.. "na warte doch einfach ab". Aber es versteht niemand, dass ich mich sehr unwohl und falsch behandelt fühle.
      "Es bringt nichts sich damit jetzt ausgiebig zu beschäftigen, ist halt so!"....

      Warum bin ich auf den ganzen Scheiß nicht vorher gekommen :dash_1:

      Und was jetzt.. normalerweise ist das jetzt der Zeitpunkt, wo ich alles hinwerfe und einfach nicht mehr hin gehe. :kopfschuettel:
    • Hallo,

      sind eine Diagnosen bereits von Fachpersonal festgestellt worden und hast du bzw. kannst du das irgendwo schwarz auf Papier holen?

      Bevor ich meine Thera fand, machte ich eine Diagnostik in einer Institutsamblulanz. Vielleicht gibt es das in deinem Umkreis auch, vielleicht kannst du das auch in einer Psychiatrie ambulant machen?

      Wäre einen Versuch wert.

      Zu dieser spezialisierten Doc-Frau sag ich jetzt mal nix. Wenn du dich falsch behandelt fühlst, nimm dir bissen abstand.. warte mit der Endgültigen Wertung ab.. vielleicht siehst du es in ein paar Tagen ganz anders und das Medi wirkt wie du es dir erhoffst.
      Wenn nicht, kannst du da immer noch die Zelte abbrechen und dir einen besseren, vielleicht auf Borderline spezialisierten Thera suchen.
      Zumindest mal einer, der dich nicht in seiner Fachrichtung direkt abstempelt.

      Wenn du dich dort nicht wohlfühlst, nützt dir ne Therapie auch nichts.

      lg unmenschlich
    • Zumindestens twas Borderline betrifft ja.. Aber ADHS nicht.
      Danke für den Tipp!... werde ich gleich mal schauen. So wird mein "bedürfnis" nach ner zweiten Meinung gestillt..


      Ja gut.. in einem Monat habe ich den nächsten Termin. Bis dahin war ich auch wieder bei meiner Thera, kann das also mit ihr abklären und habe genügend Zeit in so ne Abulanz zufahren.

      Danke noch mal.. :)