Nur mit Sertralin weiterleben?

    Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von senseless.

    • Nur mit Sertralin weiterleben?

      Hallo ihr Lieben,

      nun frage ich mich seit Tagen, ob dies nun mein Weg sein wird.

      Ich habe nun schon einige Therapien hinter mir, welche mir auch etwas gebracht hatten. Nach draussen, sehen mich alle als "gesund" an. Meine Mitmenschen wissen nicht, wie es mir geht, mit was ich zu kämpfen habe. Und auch von Psychiater und Psychotherapeuten bekam ich immer wieder zu hören; toll was sie alles geschafft haben, u.s.w......

      Ich kam in den letzten Monaten wieder in ein totales Loch. Ich weiss nicht genau warum. Meine Therapeuten wussten es auch nicht. So bekam ich wieder sertralin. Das nehme ich nun. Und nun; ist es natürlich wieder ein wenig besser.

      Doch ist es nicht so; dass Medikamente nur die Symptome bekämpfen aber nicht die Ursache? Das ist doch so....

      Ja, mein Psychiater wollte mich auf Lithium einstellen, seither ging ich nicht mehr zu ihm.

      Das möchte ich nicht mehr.

      Schlechte Haut
      Fressattacken
      Immer wieder Blutabnahme


      Aber Gesprächstherapie; da bin ich an einen Punkt gekommen, bzw. auch die Therapeuten, wo sie nicht wissen, wie sie mir noch helfen können. Ich habe das Gefühl, sie verstehen mich nicht.

      Wenn ich ihnen erzähle, dass ich starke Suizidgedanken habe aber meine gesunde Seite hält mich davon ab, dann schauen sie mich einfach so an; als würde ich nur Aufmerksamkeit erregen.

      Aber das ist nicht so. Ich bin in einem solchen Chaos mit mir selbst. Doch habe ich irgendwie das Gefühl, dass mich niemand versteht und mich einfach mit Medikamenten versorgen wollen, damit sie sich nicht mehr mit mir beschäftigen müssen.
      Kennt das jemand von euch?

      Und soll ich nun einfach mein Leben lang Sertralin nehmen und gut ist?


      Danke euch fürs Lesen


      Lg


      Senseless


      edit by Schlumpfinchen/ Spoiler entfernt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schlumpfinchen ()

    • Hallo liebe Senseless!

      Ich glaube ich weiß wie es dir geht. Zumindest ein bischen. :troest1:

      Habe auch einige Therapien hinter mir. Alles theoretische Wissen über meine (potentiellen) Krankheiten und das Hintergrundwissen zu meinen ganzen Symptomen ist da. Aber kann ich damit umgehen?! Kann ich das umsetzen?! Neee, natürlich nicht. :weissnich:

      Momentan mache ich ja eine ambulante Therapie, die tiefenpsychologisch ausgerichtet ist, und besuche eine ((themen)offene) Gruppe für Patienten mit Depressionen. Und ich bekomme auch reichlich Medis (Venlafaxin, Quetiapin (retadiert und unretadiert) und Valdoxan, alles recht hoch dosiert). Mein Psychiater meinte jetzt am Freitag ich sollte die doch reduzieren :smiley1807: und ich weiß genau, dass ich diese Medis brauche. Habe - Gott sei Dank! - nicht so viele/krasse NW wie du. Mein Psychiater ist definitiv unfähig, wie ich heute mit meinem besten Freund beschlossen habe (Alternative Darreichungsformen? - letzter Beitrag) ... ich meine, der kam ernsthaft auf die Idee meine Medis zu reduzieren^^ Das ist in etwa so, als würdest bei einem Menschen mit gebrochenem Wadenbein nach einer Woche den Gips wegnehmen und den postwendens auf einen Crosslauf schicken oO :motz:

      Spoiler anzeigen
      Ohne die Medis wäre ich heute nicht mehr. Keine Frage.


      Und manchmal denke ich mir, dass es doch nicht sein kann, dass ich mit meinen nicht mal 25 Jahren total von diesen Medis abhänge. Die meiste Zeit über bin ich der Pharmaindustrie ganz dankbar, dass sie sowas erfunden haben. Aber ich kenne es eben auch anders.
      Kann dir leider nicht sagen "Mach das so und so." ... aber ich kann dir sagen, dass du nicht alleine mit dieser Misere bist. Aber ein paar Fragen habe ich:
      Bist du "schon immer" bei dem/n gleichen Therapeutem?
      Ist dein(e) Thera auch gleichzeitig dein Psychiater?

      Meine Therapeutin sieht scheinbar auch immer nur das, ich geschafft habe bzw schaffe. Der Psychiater genauso. Und dabei sieht keiner von denen das, was nicht funktioniert, wo ich mich immer wieder verrenne, ...

      Weiß nicht, ob ich dir weiter helfen konnte ... wenn mein Geschreibsel irgednwo wirr wirkt, einfach nachfragen ;)

      Liebe Grüße
      die Finnja

      :frdich:
    • Liebe Finnja

      Danke für deine lieben Worte.


      Nun, das lithium nehme ich nicht, eben wegen diesen Nebenwirkungen.
      Als es mir psychisch sehr schlecht ging, da war ich bei xy Tabletten pro Tag.
      Ich hatte viele Medikamte bekommen, querbeet.
      Und nun habe ich diverse Läsionen im Gehirn und im Rückenmark. Ich werde den Gedanken nicht los, dass es mit diesen Psychopharmaka in Verbindung stand.
      Ja, ich muss dazu schreiben, dass ich doch auch diese Medikamente in höheren Dosen eingenommen hatte, als sie mir verschrieben wurden...
      meine neurologin sagte mir, sertralin könne ich ohne Bedenken einnehmen.
      Ja gut, dann tu ich das.
      Es hilft mir. Es hilft mir mehr, als ein Gespräch.
      Aber das ist nicht gut, nein...

      Das war nun alles wieder wirr warr, tut mir leid


      jedenfalls merke ich einfach; dass einzige was mir hilft; ist diese scheiss Chemie.

      Kennt das sonst niemand?


      edit by Schlumpfinchen: keine Mengenangaben von Medikamenteneinnahmen

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Schlumpfinchen ()