Zweier Ohne

    • Der Roman: Worum geht's

      Der Ich-Erzähler Johann schreibt aus der Erinnerung über seine Freundschaft mit dem gleichaltrigen Ludwig. Sie waren 11 Jahre alt, als sie sich kennenlernten, Johann kam neu aus dem städtischen Gymnasium in Ludwigs Klasse, was einem Abstieg glich, aber er war von Anfang an selbstbewusst und ohne Verlegenheit oder Anpassungsproblemen. Obwohl Johann sich wenig um Ludwig bemühte, sondern ihn eher beobachtete, meldet sich dieser nach zwei Wochen per Telefon und lädt ihn zu sich ein. Er wohnt mit Eltern und Schwester Vera an einem Fluss ziemlich direkt unter einer sehr hohen Autobahnbrücke, die sie beide als Mutprobe besteigen. Johann übernachtet bei Ludwig, in der Nacht fällt eine junge Frau von der Brücke, dies ist in diesem Jahr bereits der zweite Selbstmord. Ludwig scheint daran gewöhnt zu sein, für den Erzähler ist das eine verstörende Erfahrung.
      Sieben Jahre später, im April, haben sie ihre erste sexuelle Erfahrung mit einer Mitschülerin. Allerdings scheint diese Erfahrung für den Erzähler schöner gewesen zu sein als für Ludwig. Dieser umgeht das Thema, was jedoch nicht zu ihren Vorsätzen passt, denn seit mehreren Jahren trainieren sie nun zusammen im Ruderverein "Zweier ohne" und um darin erfolgreich zu sein, beschließen sie, wie Zwillinge zu werden. Dies verlangt aber, dass sie fortan alles gemeinsam tun und erleben, um den für das Rudern im "Zweier ohne" nötigen absoluten Gleichklang zu finden. Dies haben sie in den Jahren des harten Trainings auch so gut geschafft, dass der Verein eigens für sie ein teures Rennboot angeschafft hat, mit dem sie Erfolge feiern.
      Der Sommer, in dem die beiden 18 werden, beginnt kühl, sie trainieren hart und halten sich abseits der Klassenkameraden in einer selbst gewählten Distanz. Johann findet eines Abends die weinende Vera in der Werkstatt ihres Vaters vor, tröstet sie und der Eindruck ihrer scheuen Berührungen wirkt noch länger bei ihm nach. Und eines Abends findet er Vera wieder allein in der Werkstatt und sie schlafen miteinander.
      In der väterlichen Werkstatt basteln sie an einem Motorrad, mit dem sie im Herbst gemeinsame Touren zu unternehmen vorhaben. Zu zweit Motorrad zu fahren sei wie "Zweier ohne", meinen sie. Beim Basteln "spinnen" sie weiter an großen Plänen, aber es scheint dem Ich-Erzähler, dass Ludwig immer auch etwas missmutig gelaunt ist. Sie haben ein Rennen gegen die Erzrivalen, ein echtes Zwillingspaar, verloren und trainieren jetzt noch härter. Aber Ludwig fällt es schwer, sein Wettkamp-Gewicht (62,5 kg) zu halten, er muss weniger essen und ist immer hungrig. Johann wohnt jetzt fast schon bei Ludwig, er schläft oft auch dort und trifft sich nachts mit Vera. Tagsüber aber lassen sich beide nichts anmerken. ...

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      Es lief alles nach Plan... Nur der Plan war Scheiße :hehehe: