Umfrage zu den Risikofaktoren der Borderline-Symptomatik

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    • Umfrage zu den Risikofaktoren der Borderline-Symptomatik

      Liebe ForenbesucherInnen,

      wir sind eine Gruppe von 5 Psychologiestudentinnen im Master Klinische Psychologie der Universität Bremen und führen im Rahmen eines Seminars ein Projekt zum Thema Borderline durch. Im Rahmen dieses Projektes haben wir einen Fragenbogen erstellt, um herauszufinden, welche Umstände und Faktoren zur Entstehung der Borderline-Symptomatik führen können. Hier der Link zu unserem Fragebogen:

      https://www.umfragen.uni-bremen.de/limesurvey/index.php?sid=29131&lang=de


      Die Identifikation dieser sogenannten Risikofaktoren ist sowohl für das Verständnis der Symptomatik als auch für die Entwicklung von Interventionsprogrammen wichtig. Bei diesem Projekt können Sie uns helfen, wenn Sie diesen Fragebogen für uns ausfüllen. Das Ausfüllen nimmt höchstens 10-20 Minuten in Anspruch. Über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen!
      Falls es Unklarheiten bezüglich des Fragebogens geben sollte können Sie uns gerne via E-Mail kontaktieren: borderline.umfrage@gmail.com
      Mit der Umfrage verfolgen wir keinerlei kommerzielle Zwecke und möchten betonen, dass die Umfrage natürlich anonym ist und keinerlei persönliche Daten veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben werden.
      Freundliche Grüße und vielen Dank!

      Lea Eichfelder, Evdokia Giamaiou, Lisa Gretzke, Valerie Pohlmann und Niovi Velliou
    • Im Rahmen dieses Projektes haben wir einen Fragenbogen erstellt, um herauszufinden, welche Umstände und Faktoren zur Entstehung der Borderline-Symptomatik führen können.
      Ich habe diesen Fragebogen ausgefüllt. Ich nehme an, so wie es auch bei psychologischen Experimenten der Fall ist, dass das Hauptziel des Fragebogens nicht "Umstände und Faktoren zur Entstehung der Borderline-Symptomatik" ist, sondern dies nur als Vorwand gilt um vom eigentlichen Thema abzulenken. Doch was immer mit diesem Fragebogen bewiesen werden soll: Es ist ein wirklich schlechter Fragebogen. Es sind (zu) wenige Fragen, es gibt keine einzige Detailfrage, die Fragen sind sehr oberflächlich und zusammenhangslos. Für Master könnte man schon ein wenig mehr erwarten!




    • Also, diese Umfrage ist Pfusch. Die Art der Fragestellung und der Antwortmöglichkeiten manipuliert das Bild der Zielgruppe. Ein Beispiel dafür ist die Frage nach den regelmäßig konsumierten Rauschmitteln. Aus dieser Frage heraus wird dann das Ergebnis abgleitet, z.B. 10% der Befragten konsumieren regelmäßig Alkohol, 3% regelmäßig Marihuana usw. D.h., wenn ich diese Frage beantworte, obwohl ich nicht regelmäßig eine der genannten Substanzen konsumiere, verfälsche ich das Ergebnis. Außerdem ist es - auch aus wissenschaftlicher sicht - ignorant und unprofessionell, nach einem regelmäßigen Konsum zu fragen. Wenn, dann frage ich erst mal grundlegend ab, ob ein Konsum besteht, und dann erst, wie regelmäßig oder unregelmäßig dieser ist.
      Sehr irritiert hat mich auch, dass einige Fragen doppelt aufgeführt waren. Sollte das so?
      Ansonsten stimme ich meinen VorrednerInnen zu, der Fragebogen ist zu oberflächlich. Für einen Masterstudiengang ehrlich gesagt ein Witz, so einen Fragebogen hätten se mir im BA schon im zweiten Semester um die Ohren gehauen.
    • Ich fand den Fragebogen jetz nich unbedingt toll... Bei Sachen wie dem Konsum gewisser Substanzen fühl
      ich mich mega über einen Kamm geschert. Ich konsumiere weder Alkohol noch andere Drogen, weil ich Straight Edge bin und es gab keinerlei
      Möglichkeit anzugeben, dass man eben sowas einfach nich konsumiert Sowas is meiner Meinung nach totales Schubladendenken -.- Die Umfrage hätte allgemein viel differenzierter sein sollen.
      Es tut mir leid das an dieser Stelle so sagen zu müssen: Wie seid ihr wenn ihr gleich so viel Ahnung von wissenschaftlichem Arbeiten habt durchs Bachelor Studium gekommen geschweige denn für ein Master Studium zugelassen worden?


    • Also, so einen Fragebogen kann man schon machen... Nur hatte ich das Gefühl, dass er irgendwie rückwärts aufgezogen wirkte - so als ob die Fragen aus den bereits vorhandenen Antworten in den Köpfen der Studenten entstanden sind (man vergleiche die Diagnosen, die man so beim googlen findet). Außerdem ist für eine Forschung die Boderline Symptomatik in ihrer Breite wohl derart komplex, dass die Aussagekraft dieses Fragebogens keine wirklich ernsthaften Rückschlüsse auf Risikofaktoren zulässt. Eher scheint er höchstens aussagen zu können, ob sich aus Sicht von Betroffenen die typischerweise genannten Symptome bestätigen lassen oder nicht.
      Someday this pain will be useful for you.







    • Konnte den Fragebogen nicht mehr lesen, aber ich würde die Finger davon lassen.

      Im Rahmen meines Psychologiestudiums (kurz vorm Ende abgebrochen), hab ich auch alle Welt mit Fragebögen belästigen müssen.
      Mit einem Dozenten habe ich mich angelegt, weil ich mal wissen wollte, wie ethisch es ist, kranke Menschen mit Papier zu traktieren,
      die kaum in der Lage sind, morgens aus dem Bett zu kommen.
      Antwort des Dozenten: Wir sind nicht hier, um über Ethik zu reden.

      Aha, im Fb Psychologie, wo es um den Menschen geht, muß man nicht über Ethik reden.

      Nach dIesem erhellenden Seminar (Gutachtenpraktikum, mit echten Patienten als Versuchskarniggeln), hab ich den
      Scheiß abgebrochen.

      Was geht uns die Arbeit irgendwelcher Psychostudenten an?
      Die arbeiten eh nicht wissenschaftlich verwertbar und nutzen andere aus.
      All Things Must Pass - George Harrison
      Free As A Bird - John Lennon