Betreffende ansprechen



Sehr wichtig ist, jemanden, der möglicherweise Suizidgefährdet ist, darauf anzusprechen.




Das Thema zu übergehen, kann katastrophale Folgen haben.


Ein Suizid lässt sich nicht verhindern, indem man das Thema meidet!
Wer jemanden auf das Thema anspricht, sollte keine Angst haben,
damit den Suizid anzustoßen – meist ist es genau umgekehrt:

Gefährdete Menschen sind häufig froh darüber, über ihre Probleme und bedrückenden Gedanken
mit jemanden reden zu können und sich so zu entlasten. Zudem können Außenstehende
erst in einem solchen Gespräch erkennen, wie hoch die Suizidgefahr wirklich ist.



Den Betreffenden auf das Thema Suizid anzusprechen,
bedeutet allerdings nicht, selbst zum Therapeuten zu werden!


Vielmehr sollten die Freunde oder Angehörigen den Betreffenden bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch
zu nehmen. Dazu ist es oft sinnvoll, mit ihm zusammen zu einem niedergelassenen Psychiater
oder in die Notfallambulanz einer Klinik zu gehen. Gerade Menschen in einer aktiven Depressionsphase
sind häufig so niedergeschlagen und hoffnungslos, dass sie von sich aus nicht die Kraft haben, Hilfe zu suchen.



Professionelle Hilfe zu organisieren ist der wichtigste Schritt überhaupt,
um einen Menschen vor dem Suizid zu retten.